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Vereinsreise des KKV-Bielefeld e.V. 30.06.-03.07.2011
Der Spreewald und die Niederlausitz
Mit den Stationen F60, Braunkohletagebau, Cottbus, Lübbenau, Rundfahrt durch den Spreewald und Führung durch Park und Schloss Branitz
Wer in die Niederlausitz fährt, denkt zuerst an Braunkohle und die riesigen urweltartigen Brachflächen dieser Energiegewinnung. Doch dieser Eindruck täuscht, die mit der Wende eingeleitete Renaturierung ist an vielen Orten sehr eindrucksvoll zu besichtigen. Große Seenlandschaften, wie wir sie eigentlich nur in Mecklenburg-Vorpommern erwarten, bestimmen inzwischen die Landschaft und warten auf die kommenden Touristenströme.

Unsere Liste der Reiseziele begann mit einem Museum. Die Abraumförderbrücke im Tagebau Lichtenfelde, bekannt als F60 eine der größten im europäischen Tagebau, sollte eigentlich gesprengt werden, doch nun steht sie im Museum und kann kommenden Generationen von den gewaltigen Ausmaßen des Braunkohletagebaus in der ehem. DDR berichten. Nach dem Museum legten wir noch einen kurzen Stopp im aktiven Braunkohletagebau Welzow Süd ein. Hier konnte man die Größe eines Tagebaus und seiner riesigen Maschinen erfahren.

Am frühen Abend erreichten wir das Lindner Hotel an Rand der Altstadt von Cottbus. Das 1995 zur Bundesgartenschau gebaute Hotel sollte für die nächsten 3 Nächte unser Domizil sein.
Am Freitagmorgen ging es bereits früh zur Rundreise durch den Spreewald. Dieses flache, von vielen Fließen der Spree durchzogene Kernland der Wendischen Volksgruppe gilt bereits seit Jahrzehnten als beliebtes Reiseziel.
 Bekannt als Anbaugebiet für Gurken und Meerrettich bietet es außerdem seinen Besuchern romantische Kahnfahrten in den vielen Fließen und Kanälen der Spree.
Eine architektonische Besonderheit ist die 1828-1832 errichtete ev. Kirche in Straupitz. Für diese Gegend auffällig, ja geradezu ungewöhnlich ist nicht nur die Größe der Kirche, sondern besonders die Bauart. Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) war der bekannteste Baumeister und Architekt in Preußen. Schinkel war mit dem Bruder des Bauherren, Ernst von Houwald, ein damals nicht unbekannter Dichter, befreundet.
Am Samstag hieß es Stadtbesichtigung. Zwei Stunden Fußgang durch die Cottbuser Altstadt. Leider war heute das Wetter uns nicht sehr gesonnen und so kamen immer wieder die Schirme zum Einsatz. Am Nachmittag hatte es etwas aufgeklart und so wurde die Führung durch eine der schönsten Parkanlagen in Deutschland zu einem sichtbaren Erlebnis.
Mit der Besichtigung des Fürstenschlosses und der Ausstellung in der ehem. Ökonomie erhielten sehr interessante Eindrücke von der Zeit und dem Leben des Hermann, Ludwig, Heinrich Fürst von Pückler-Muskau.

"Wer mich ganz kennenlernen will, muss meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz." Zitat Fürst Pückler - Muskau
Auf der Rückfahrt machten wir eine Zwischenstation am Kloster Lehnin. Das Kloster in der gleichnamigen Gemeinde gelegen, ist eine ehem. Zisterzienserabtei.

1180 gegründet und im Zuge der Reformation 1542 säkularisiert beherbergt es seit 1911 das Luise-Henrietten-Stift. Das Kloster spielte im Hochmittelalter eine wichtige Rolle beim Landesaufbau der Mark Brandenburg. Seine Kirche zählt zu den wichtigsten romanisch-gotischen Backsteinbauten in Brandenburg.
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