Der KKV Hansa Bielefeld e.V. wird zum 31. Dezember 2025 aufgelöst. Damit endet die Geschichte eines traditionsreichen Vereins, dessen Wurzeln bis in das ausgehende 19. Jahrhundert zurückreichen.
Der KKV (Katholischer Kaufmännischer Verein) wurde ursprünglich 1877 als katholischer Berufsverband gegründet. Am 5. Dezember 1895 entstand der Ortsverein KKV Hansa Bielefeld. Vereinssitz war die katholische Kirchengemeinde St. Jodokus in Bielefeld-Mitte. Der KKV Hansa war Teil des Bundesverbandes KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung mit Sitz der Verbandszentrale in Essen.
Der KKV verstand sich stets als parteipolitisch unabhängiger Verband. Seine Mitglieder kamen aus unternehmerischen, selbstständigen sowie kaufmännischen, technischen und Verwaltungsberufen. Seit seiner Gründung setzte sich der Verein – auf Grundlage der katholischen Soziallehre – für den Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen ein. Toleranz, gegenseitige Anerkennung und Verständigung waren zentrale Werte der Vereinsarbeit. Die gleichberechtigte Begegnung von Angestellten und Unternehmern innerhalb des Vereins galt dabei als bewusst gewähltes und prägendes Strukturmerkmal.
Im Jahr 1965 erfolgte aufgrund veränderter beruflicher Rahmenbedingungen die Umbenennung in
„KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung“.
Die Auflösung des KKV Hansa Bielefeld e.V. wurde gemäß Satzung und gesetzlichen Vorgaben in einer Mitgliederversammlung beschlossen. Mit dem Wirksamwerden zum 31.12.2025 endet eine über 130-jährige Vereinsgeschichte, die das gesellschaftliche und kirchliche Leben in Bielefeld nachhaltig mitgeprägt hat.
Weitere Informationen zum Bundesverband unter: www.kkv-bund.de